Ich lebe meine Vision

Schon lange verfolge ich meine Vision, viel öfter Konzerte zu besuchen. Das habe ich lange Zeit viel zu selten gemacht – und dann lösen sich die Bands auf, die Mitglieder sterben oder ändern gravierend den Musikstil.

Also habe ich die Konzertvision mit meinem Vorhaben, endlich mal Wien zu besuchen, kombiniert und bin in der Adventszeit nach Österreich losgedüst.

Der einzige geöffnete Campingplatz hat mir einen Stellplatz geboten, alles andere – insbesondere die sanitären Anlagen und das allgemeine Umfeld – haben mich nicht überzeugt. Das sei der Vollständigkeit halber genannt. Wichtiger war für mich die gute Erreichbarkeit der Stadt ohne große Parkplatzsuche. Und das war passend.

Wien habe ich gar nicht so kalt empfunden wie ich oftmals aus Erzählungen entnommen habe. Aber gut, meine Ausrüstung war auch angemessen und ich war im wahrsten Wortsinn gerüstet. So konnte ich entspannt den Garten von Schloss Schönbrunn durchschreiten, verschiedene Weihnachtsmärkte mit regionalen kulinarischen Köstlichkeiten besuchen und mich rund futtern.

Sehr eindrucksvoll bleibt mir der Stephansdom in Erinnerung. Gar nicht so überfüllt konnte ich die grandiose Architektur bestaunen. Immer wieder phänomenal für mich ist die Tatsache, dass diese Bauwerke von Menschen erschaffen wurden, die nicht mal annähernd die Möglichkeiten aus unserer Zeit hatten.

Natürlich habe ich auch den Prater nicht ausgelassen – allerdings hat es an dem Tag so sehr geregnet, dass ich mehr Zeit im Untergrund verbracht habe. Es war eine handvoll Menschen unterwegs und ich. Da habe ich mir den Spaß gegönnt und bin NICHT im Riesenrad gefahren sondern habe eine Tour durch die Geisterbahn gemacht – alleine. Selten haben mich schlechte Monster, billige Technik und vorhersehbare Effekte so begeistert wie an diesem Tag.

Und dann war da noch das Konzert von Danko Jones im Flex – nicht nur der Typ polarisiert ungemein, auch der Undergroundclub am Donaukanal. Für mich war der Abend gelungen und ich habe auch die Atmosphäre in und um das Flex als nicht sonderlich bedrohlich oder aufdringlich empfunden.

Wien in der Vorweihnachtszeit kann ich empfehlen – so bekommen die Wiener Cafes neben dem Angebot an Köstlichkeiten auch den Zweck einer Wärmequelle der Gemütlichkeit.

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